Zettel, Stifte und die Entscheidungen vor dem ersten Buchstaben
Auf einem einzigen Handy zieht die App den Buchstaben und behält die Zeit im Blick, während alle auf Papier schreiben: Legt also Zettel und Stift für jede Person bereit. In einem Online-Raum schreibt jede Person auf ihrem eigenen Gerät, Papier braucht ihr dann nicht mehr. In beiden Fällen spielen 2 bis 20 Personen mit.
Bei der Vorbereitung legt ihr Folgendes fest:
- Zuerst wählt ihr, wie ihr die App nutzt: Entweder gibt sie nur Buchstaben und Zeit vor, oder ihr wählt „Gewinner“, tragt die Namen ein (mindestens 2) und lasst die App zählen, wie viele Runden jede Person gewonnen hat.
- Kategorien: 4 bis 8 Stück, von Hand aus einer Liste von 21 ausgewählt (Name, Ding, Stadt, Tier, Beruf, Farbe, Essen, Sport, Film, Figur, Marke, Land, Pflanze, Tätigkeit, Fluss, Dinosaurier, menschlicher Körper, Hauptstadt, Verkehrsmittel, Musikinstrument, Videospiel) oder per „Zufällig“ ausgelost. Gelost wird nur einmal, danach bleiben die Kategorien für die ganze Partie gleich.
- Die Nachspielzeit beträgt 10, 15 oder 20 Sekunden: So viel Zeit bleibt allen noch, sobald jemand fertig ist.
- Schwieriger Modus: nimmt auch H, Q, X, Y, J, K und W in die Buchstaben auf, die gezogen werden können. Im Deutschen sind H, K und W übrigens alles andere als exotisch, deshalb lohnt sich dieser Modus hier eher, als man denkt.
Die Regeln einer Runde, vom Buchstaben bis zum Stopp
Jede Runde wird mit genau einem Buchstaben gespielt. Gefällt er niemandem, könnt ihr vor dem Start einen anderen ziehen lassen (im Raum macht das der Host). Ist der schwierige Modus ausgeschaltet, zieht die App auf einem einzelnen Handy nur Buchstaben, für die es in jeder der gewählten Kategorien mindestens eine Antwort gibt.
Nach dem Start der Runde läuft keine feste Uhr: Ihr schreibt, bis jemand alle Kategorien ausgefüllt hat. Diese Person drückt „Ich bin fertig!“, und der gewählte Countdown beginnt. Bei null kommt der Stopp: Stifte weg, für alle, auch mitten im Wort.
So werden die Punkte gezählt
- 10 Punkte für eine gültige Antwort, die in derselben Kategorie niemand sonst geschrieben hat.
- 5 Punkte für eine gültige Antwort, die zwei oder mehr Personen haben.
- 0 Punkte für ein leeres Feld, ein Wort mit dem falschen Anfangsbuchstaben oder eine Antwort, die nicht zur Kategorie passt.
Auf einem einzelnen Handy zählt ihr selbst, laut, Kategorie für Kategorie: Die App erinnert euch an die Punktetabelle und fragt im Modus „Gewinner“, wer die Runde gewonnen hat. Im Raum rechnet die App die Punkte aus (siehe weiter unten), und die Runde gewinnt, wer mit diesem Buchstaben die meisten Punkte geholt hat. Bei Gleichstand geht die Runde an alle, die vorne liegen.
Eine Runde mit M, Antwort für Antwort
Lena, Jonas, Sophie und Oma Gerda spielen im Wohnzimmer mit fünf Kategorien (Name, Ding, Stadt, Tier, Beruf) und 15 Sekunden Nachspielzeit. Die App zieht das M.
- Alle schreiben. Nach anderthalb Minuten ruft Jonas, er sei fertig, und drückt „Ich bin fertig!“: Die 15 Sekunden laufen. Oma Gerda, die bei Beruf festhing, schreibt in letzter Sekunde „Malerin“.
- Beim Stopp werden die Antworten verglichen. Name: Lena und Jonas haben „Max“ (je 5), Sophie „Martin“ und die Oma „Margarete“ (je 10).
- Ding: „Messer“ bei Lena, „Mantel“ bei Sophie (je 10), „Mütze“ bei Jonas und bei der Oma (je 5).
- Stadt: Lena und die Oma schreiben „München“ (5), Jonas „Mainz“ und Sophie „Münster“ (10).
- Tier: „Maus“ bei Lena und Sophie (5), „Marder“ bei Jonas und „Möwe“ bei der Oma (10).
- Beruf: Lena „Maurer“, Sophie „Metzger“, die Oma „Malerin“ (je 10). Jonas, der sich ja fertig gemeldet hatte, hat das Feld aus Versehen leer gelassen: 0.
Ergebnis der Runde: Sophie 45, Oma Gerda 40, Lena 35, Jonas 30. Wer den Stopp auslöst, hat also keinen automatischen Vorteil: Jonas hat alle gehetzt und landet trotzdem auf dem letzten Platz. Im Modus „Gewinner“ tippt ihr einfach auf Sophies Namen.
Ein Handy in der Mitte oder eines pro Person
Mit einem einzigen Handy ist die App eure Zeitnehmerin: Sie zieht den Buchstaben, zeigt die Kategorien und steuert den Countdown, liest aber eure Zettel nicht. Die Antworten prüft ihr also gemeinsam in der Gruppe. Ihr könnt so viele Runden spielen, wie ihr wollt, und die Partie beenden, wann es euch passt.
In einem Raum legt der Host die Partie an, die anderen treten per Code oder QR-Code bei, und jede Person füllt ihr eigenes Raster aus. Die wichtigsten Unterschiede:
- Der Host legt vorher fest, wie viele Runden gespielt werden, von 1 bis 10 (voreingestellt 3), und innerhalb einer Partie kommt kein Buchstabe zweimal.
- Wer meldet, dass er fertig ist, sperrt damit seine eigenen Antworten und startet den Countdown für die anderen. Haben alle, die verbunden sind, abgegeben, endet die Runde sofort.
- Das Handy des Hosts prüft jede Antwort: den Anfangsbuchstaben und anhand des Wörterbuchs der App, ob sie zur Kategorie gehört. Groß- und Kleinschreibung, Akzente, Umlaute und Apostrophe spielen beim Erkennen doppelter Antworten keine Rolle.
- Die Auflösung läuft Kategorie für Kategorie und wird vom Host gesteuert. Er kann jede Antwort jederzeit über „Gültig markieren“ oder die Gegenoption umbewerten, und die Punkte werden sofort neu berechnet.
- Am Ende gewinnt, wer insgesamt die meisten Punkte hat. Bei Punktgleichheit zählen erst die gewonnenen Runden, dann das Tempo beim Ausfüllen der Raster, dann die Zahl der 10-Punkte-Antworten; steht es dann immer noch unentschieden, entscheidet das Los.
Der Raum funktioniert auch auf Distanz, mit Freunden in anderen Städten. Tipps zur Organisation findet ihr unter Gemeinsam spielen auf Distanz.
Strategien, typische Fehler und umstrittene Antworten
Mehr Punkte holen
- Meidet das erste Wort, das allen einfällt: Bei M sind „München“ und „Max“ fast immer doppelt. Eine weniger naheliegende zweite Wahl ist doppelt so viel wert.
- Füllt erst die leichten Kategorien aus und kehrt dann zu den schweren zurück: Ein leeres Feld bringt null, eine gängige Antwort immerhin fünf.
- Bei Tätigkeiten hilft es, ein Verb in der Grundform zu schreiben („malen“, nicht „Malerei“): So gibt es weniger Diskussionen darüber, ob die Antwort passt.
Streit schlichten
Die Zweifelsfälle sind immer dieselben: Zählt eine Marke als Ding? Ist „Pistazie“ eine Pflanze oder Essen? Gilt ein Spitzname als Name? Klärt das vor der ersten Runde und schreibt es auf. Bleibt auf einem einzelnen Handy ein Zweifel, stimmt per Handzeichen ab, und die Mehrheit entscheidet. Im Raum hat der Host das letzte Wort: Er kann das automatische Urteil während der Auflösung jederzeit korrigieren.
Für wen es passt und wann ihr es auspacken solltet
Das Spiel passt zu fast jedem Alter: Kinder, die schon sicher schreiben (ungefähr ab 8 Jahren), kommen mit den klassischen Kategorien gut zurecht, während Jugendliche und Erwachsene mit Fluss, Hauptstadt oder Dinosaurier und dem schwierigen Modus die Latte höher legen können. Mit den Kleinsten bleibt ihr am besten bei vier Kategorien und zwanzig Sekunden Nachspielzeit; weitere Ideen findet ihr unter Wortspiele für Kinder.
Ideal sind 4 bis 8 Personen: genug, damit es spannende Doppelungen gibt, aber nicht so viele, dass das Vorlesen und Vergleichen ewig dauert. In größeren Gruppen ist der Online-Raum fast Pflicht (siehe auch Spiele für große Gruppen). Und wer ein ruhigeres Wortspiel zum gemeinsamen Lösen sucht, probiert das Kreuzworträtsel aus.