Was ihr braucht und wie ihr die Partie einstellt
Ihr braucht nur ein Handy und mindestens zwei Personen: eine rät, die andere antwortet. Zettel und Stifte sind überflüssig. Am meisten Spaß macht das Spiel mit drei bis acht Leuten.
Auf dem Gruppenbildschirm tragt ihr die Namen aller Mitspielenden ein. Spielt jede Person für sich, lost die App aus, wer beginnt; in jedem Fall wandert die Rolle der ratenden Person reihum. Vor dem Start könnt ihr Folgendes einstellen:
- Die Spielweise: jede Person für sich oder in Teams (2 bis 4), wobei ihr die Leute von einem Team ins andere verschieben könnt.
- Die Dauer eines Zuges: 60, 90, 120 oder 180 Sekunden oder ganz ohne Zeitlimit. Voreingestellt sind 120 Sekunden.
- Das Ende der Partie: nach Runden, mit 1 bis 6 Zügen pro Person (voreingestellt 2), oder nach Punkten, mit einem Ziel von 3 bis 30 (voreingestellt 10).
- Paket: Das voreingestellte Paket „Gemischt“ mischt Personen und Figuren, Tiere, Essen und Getränke, Orte, Gegenstände, Berufe und Sport.
- Die Kategorie-Hilfe ist standardmäßig ausgeschaltet. Ist sie an, erscheint über dem Wort die Kategorie (zum Beispiel „Tiere“) statt der allgemeinen Frage, wer oder was man ist.
- Mit einer eigenen Wortliste könnt ihr selbst gewählte Begriffe statt der Karten des Spiels verwenden.
Die Regeln eines Zuges, eine Karte nach der anderen
In jedem Zug wird genau eine Karte geraten; einen Begriff zu überspringen und den nächsten zu nehmen, ist nicht vorgesehen. So läuft ein Zug ab:
- Die App zeigt den Namen der ratenden Person (im Teamspiel auch das Team, das dran ist) und erinnert daran, das Handy an die Stirn zu halten oder zu den anderen zu drehen, ohne selbst hinzusehen.
- Ihr tippt auf „Los!“: Die Karte mit dem Begriff in großer Schrift erscheint, und falls ihr eine Dauer gewählt habt, startet der Countdown.
- Die ratende Person stellt laut Fragen. Die anderen antworten nur mit ja, nein oder vielleicht; die Erinnerung daran steht direkt unter dem Begriff.
- Sobald die ratende Person den richtigen Begriff nennt, tippt jemand aus der Runde den Treffer an, und der Zug bringt 1 Punkt.
- Gibt die ratende Person auf, tippt ihr auf den Knopf für Aufgeben oder abgelaufene Zeit. Ist die Zeit um, beendet die App den Zug von selbst, ohne Punkt.
- Die Zusammenfassung verrät den Begriff samt Kategorie und aktualisiert die Rangliste; dann ist die nächste ratende Person dran.
Spielt ihr nach Runden, endet die Partie, wenn alle ihre Züge hatten. Spielt ihr nach Punkten, spielt die App die laufende Runde auch dann zu Ende, wenn jemand das Ziel schon erreicht hat, damit alle gleich viele Versuche bekommen. Es gewinnt, wer die meisten Punkte hat, und ein Unentschieden ist möglich.
Im Teamspiel wechselt die ratende Person reihum innerhalb jedes Teams, und der Punkt geht an das Team. Wer antwortet, legt die App nicht fest. Bewährt hat sich, dass nur die Teamkollegen der ratenden Person antworten, während die Gegner schweigend zuhören.
Lukas ist dran: ein Tier in acht Fragen
Lukas, Lena, Sophie und Oma Gerda spielen mit 120 Sekunden pro Zug und ausgeschalteter Kategorie-Hilfe. Lukas rät: Lena drückt „Los!“ und hält ihm das Handy an die Stirn. Auf der Karte steht Pinguin.
- „Bin ich ein Mensch?“ – „Nein.“
- „Bin ich ein Tier?“ – „Ja.“
- „Lebe ich mit Menschen im Haus?“ – „Nein.“
- „Bin ich größer als eine Katze?“ – Sophie und Lena sehen sich an: „Vielleicht.“ Es kommt auf die Art an, und genau das ist die ehrliche Antwort.
- „Kann ich fliegen?“ – „Nein.“ Oma Gerda kichert: Flügel hat er ja eigentlich.
- „Lebe ich da, wo es kalt ist?“ – „Ja.“
- „Bin ich ein Eisbär?“ – „Nein.“ Dann, nach einem Moment: „Bin ich ein Pinguin?“ – Lena tippt den Treffer an, und auf dem Timer stehen noch rund fünfzig Sekunden.
Lukas bekommt 1 Punkt, die Zusammenfassung zeigt „Pinguin (Tiere)“, und Sophie ist an der Reihe. Die Frage nach dem Fliegen war übrigens Gold wert: Ein Vogel, der nicht fliegt und in der Kälte lebt, lässt kaum noch Möglichkeiten offen.
Handy an der Stirn oder Online-Raum: Was sich ändert
Mit einem einzigen Handy ist der Bildschirm die Karte: Alle sehen ihn außer der ratenden Person, und die anderen tippen das Ergebnis an. Der Begriff erscheint, sobald jemand auf „Los!“ tippt. Am besten drückt also jemand aus der Runde, wenn sich die ratende Person schon weggedreht hat.
In einem Raum legt der Host ihn an, und die anderen treten per Code oder QR-Code bei, jede Person mit dem eigenen Handy. Hier bleibt das Geheimnis garantiert gewahrt: Der Begriff gelangt nie auf das Handy der ratenden Person. Sie sieht nur den Timer, die Frage „Wer oder was bist du?“ und, wenn die Hilfe aktiv ist, die Kategorie. Die anderen haben den Begriff auf ihrem eigenen Bildschirm, zusammen mit den Knöpfen für erraten und nicht erraten; es zählt, wer zuerst tippt.
- Der Zug beginnt, wenn die ratende Person auf „Ich bin bereit.“ tippt (oder wenn der Host ihn startet), und der Timer ist für alle derselbe.
- Der Host schaltet zur nächsten ratenden Person weiter; hängt ein Zug fest, kann er ihn als nicht erraten beenden.
- Im Raum spielt jede Person für sich, Teams gibt es nicht. Pro Person sind 1 bis 3 Züge möglich, und das Punkteziel wählt ihr aus 5, 10, 15 und 20.
Die Fragen werden weiterhin laut gestellt, deshalb funktioniert der Raum auch auf Distanz mit einem laufenden Anruf: Weitere Ideen findet ihr im Ratgeber zu Spielen im Videoanruf.
Wie ihr Fragen stellt, die wirklich eingrenzen
Für die ratende Person
- Stellt am Anfang Fragen, die die Möglichkeiten halbieren: „Lebe ich?“ bringt mehr als „Bin ich ein Löwe?“.
- Fasst laut zusammen, was ihr schon wisst („Tier, wild, lebt in der Kälte …“): So verliert ihr nicht den Faden.
- Ein „Vielleicht“ ist ein wertvoller Hinweis: Die Frage zielt auf eine Eigenschaft, die nicht eindeutig ist. Formuliert sie genauer.
- Nennt einen Begriff erst, wenn die Antworten klar in eine Richtung zeigen.
Für die Antwortenden
- Ist die Antwort nicht offensichtlich, stimmt euch kurz ab, bevor ihr sprecht: Ein Chor aus „Ja“ und „Nein“ stiftet nur Verwirrung.
- Nutzt „Vielleicht“, wenn die Antwort vom Fall abhängt, nicht um zu helfen: Es ist kein Ersatzhinweis.
- Keine Gesten, vielsagenden Blicke oder „warm, wärmer, heiß“: Sobald zusätzliche Hinweise fallen, wird daraus ein anderes Spiel.
Fehler, die oft passieren
- Die ratende Person schielt nach der Spiegelung des Bildschirms in einem Fenster oder in der Brille ihres Gegenübers.
- Vor lauter Jubel vergessen, den Treffer anzutippen, bis die Zeit abläuft: Dann endet der Zug ohne Punkt.
Mit wem ihr es spielt: Kinder, Großeltern und Freundeskreise
Wer bin ich? funktioniert mit Kindern besonders gut, weil die ratende Person nichts lesen muss: Sie muss nur nachdenken und Fragen stellen. Mit den Kleinsten, ab etwa 6 Jahren, stellt ihr den Zug am besten ohne Zeitlimit ein und schaltet die Kategorie-Hilfe ein. Mit einem einzelnen Handy erscheint die Kategorie auf der Karte, also kann jemand aus der Runde sie zu Beginn laut vorlesen. Eine eigene Wortliste mit Bauernhoftieren oder Märchenfiguren macht die ersten Züge leichter.
Es ist ein ruhiges Spiel, gut geeignet für den Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen oder als Pause zwischen lauteren Spielen. Ab acht Personen reden bei den Antworten schnell alle durcheinander: Probiert dann das Teamspiel aus oder wechselt euch mit Pantomime ab, wo das Geheimnis bei der darstellenden Person liegt und nicht bei der ratenden. Weitere Ideen für gemischte Gruppen stehen im Ratgeber Familienspiele für jedes Alter.