Warum genau zu dritt: Hinweis-Paar und ratende Person
Bei Eingespieltes Trio hat jedes Team genau drei Personen, nicht mehr und nicht weniger. In jedem Zug bilden zwei von ihnen das Hinweis-Paar: Sie sehen den Begriff und bauen gemeinsam einen Satz, abwechselnd jeweils ein Wort. Die dritte Person rät: Sie sieht nichts und muss die Antwort finden, indem sie dem Satz folgt, der Wort für Wort entsteht.
Wer rät, wechselt bei jedem Zug des Teams, sodass im Lauf einer Partie alle drei beide Rollen ausprobieren. Deshalb müsst ihr 3, 6, 9 oder 12 Personen sein: ein bis vier Teams. Mit nur einem Trio spielt ihr kooperativ und versucht, möglichst viele Punkte zu sammeln, ab zwei Trios gegeneinander. Verbotene Wörter gibt es nicht: Das einzige Verbot ist, den gesuchten Begriff selbst auszusprechen.
Trios, Timer und Kartenpaket vorbereiten
Nachdem ihr die Namen eingetragen habt, wählt ihr:
- Anzahl der Teams von 1 bis 4 und die Aufteilung, „Automatisch“ oder von Hand. Die App startet erst, wenn jedes Team genau drei Personen hat.
- Die Dauer eines Zuges: 30, 45, 60 oder 90 Sekunden, voreingestellt sind 60. Achtung: Die Uhr läuft nur, solange ein Begriff im Spiel ist, ein Zug mit 60 Sekunden dauert in der Praxis also länger.
- Das Ende der Partie: entweder nach einer festen Zahl von Runden, mit 1 bis 10 Zügen pro Team, oder bei einem Punkteziel zwischen 5 und 60. Im zweiten Fall wird die laufende Runde immer zu Ende gespielt, damit jedes Team gleich viele Züge hat.
- Paket: „Gemischt“ zieht aus allen Themen (Tiere, Essen, Gegenstände, Orte, Sport, Berufe, Natur, Körper, Adjektive, Film und Fernsehen). Mit einer eigenen Wortliste spielt ihr mit selbst gewählten Begriffen, dann gibt es allerdings keine Verdopplungen.
Regel für Regel: so läuft jeder Begriff ab
- Neues Wort. Das Paar lässt den Begriff erscheinen, und die Zeit läuft wieder. Die App zeigt an, wer von den beiden den Satz beginnt: Beim nächsten Begriff fängt die andere Person an.
- Abwechselnde Hinweise. „Bester“, „Freund“, „des“, „Menschen“: ein Wort pro Person, ohne je den gesuchten Begriff zu sagen. Die App kann das Abwechseln nicht überprüfen, hier zählt also Fairness.
- Antworten. Will die ratende Person einen Versuch wagen, stoppt die Zeit. Pro Begriff gibt es nur einen Versuch.
- Richtig oder falsch. Das Paar trägt das Ergebnis ein: richtig +1, falsch −1. Der Punktestand des Zuges fällt dabei nie unter null.
- Überspringen. Solange die Zeit läuft, könnt ihr einen Begriff auslassen, höchstens dreimal pro Zug; das bringt 0 Punkte.
- Pause. Nach jedem Ergebnis bleibt die Uhr stehen, bis das Paar den nächsten Begriff anfordert.
Die Verdopplung
In der Pause kann das Paar die Verdopplung einschalten: Der nächste Begriff ist dann ein längerer Ausdruck, der im Deutschen meist als zusammengesetztes Wort daherkommt (denkt an etwas wie „Zahnbürste“ oder „Gartenzwerg“), und zählt +2, wenn er erraten wird, −2, wenn nicht. Einschalten lässt sie sich nur mit mindestens 2 Punkten im Zug, höchstens zweimal pro Zug, und sie gilt nur für den direkt folgenden Begriff.
Ist die Zeit abgelaufen, werden die Punkte des Zuges zu denen des Teams addiert. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten; bei Gleichstand an der Spitze endet die Partie unentschieden.
Ein Zug von Marie, Tim und Clara
Clara rät, Marie und Tim halten das Handy so, dass sie es nicht sehen kann. Marie beginnt. Die Begriffe sind für das Beispiel erfunden.
- Hund. Marie: „Bester“. Tim: „Freund“. Marie: „des“. Clara wartet das Ende gar nicht ab: „Hund!“ Richtig, 1 Punkt.
- Feuerwehrmann. Jetzt beginnt Tim: „Löscht“. Marie: „Brände“. Tim: „mit“. Marie: „Drehleiter“. „Feuerwehrmann!“ 2 Punkte, damit ist die Verdopplung freigeschaltet.
- Das Paar schaltet die Verdopplung ein. Es kommt Zahnbürste. Marie: „Morgens“. Tim: „und“. Marie: „abends“. Tim: „schrubben“. Clara zögert, dann wagt sie es: „Zahnbürste!“ Richtig, +2: Jetzt steht es 4.
- Elegant. Tim: „Kleid“. Marie: „Abend“. Tim: „sehr“. Clara antwortet zu früh: „Schick?“ Falsch, −1: 3 Punkte.
- Gehirn. Nach zwei Hinweisen, die nirgendwohin führen, überspringt das Paar lieber: Es bleiben 2 Auslassungen.
Die Zeit läuft während des nächsten Begriffs ab: Der Zug endet mit 3 Punkten für das Team. Hinterher ärgert sich Clara über ihr „Schick?“: Noch ein Hinweis, und „Elegant“ wäre wahrscheinlich gefallen.
Ein Handy in der Hand des Paares oder eines pro Person
Mit einem einzigen Handy halten es die beiden aus dem Paar, denn nur sie dürfen den Begriff sehen. Sie bedienen auch alle Knöpfe, einschließlich „Antworten“, sobald die ratende Person den Mund aufmacht. Läuft die Zeit ab, während ein Begriff im Spiel ist, zählt dieser Begriff nicht.
Im Raum tritt jede Person per Code oder QR-Code bei, und die Rollen sind wirklich getrennt:
- Die ratende Person hat auf ihrem Handy den Knopf „Ich antworte!“, der die Zeit anhält, und bekommt den Begriff nie zu sehen. Ist eine Verdopplung aktiv, zeigt die App ihr nur an, dass ein längerer Ausdruck gesucht ist, der doppelt zählt.
- Das Paar sieht den Begriff auf beiden Handys und trägt richtig, falsch, überspringen und Verdopplung ein; die anderen Trios sehen Zeit, Punkte und wer gerade dran ist.
- Läuft die Zeit bei offenem Begriff ab, gibt es ein letztes Wort: Das Paar bewertet den letzten Versuch der ratenden Person als richtig oder falsch oder hält fest, dass sie keinen Versuch mehr wagt. Dann endet der Zug mit 0 Punkten für diesen Begriff.
- Gespielt wird nach Runden, mit 1 bis 5 Zügen pro Team, auch kooperativ. Der Host hat Werkzeuge, um einen festgefahrenen Zug wieder freizugeben. Verlässt jemand den Raum, ist das Trio nicht mehr vollständig, und die Partie wird beendet.
Sich einspielen: Tipps, Fehler und Diskussionen
- Lasst einander Platz. Wer das erste Wort sagt, gibt die Richtung vor („Tier …“), wer folgt, grenzt ein. Wer den ganzen Satz allein mit endlos langen Wörtern bestreiten will, bringt den Rhythmus durcheinander.
- Nicht drauflosraten. Ihr habt einen Versuch pro Begriff, und ein Fehler kostet einen Punkt: Lieber noch ein Hinweis als eine vorschnelle Antwort.
- Verdopplung mit Bedacht. Mit genau 2 Punkten eingeschaltet, setzt ein Fehler den Zug auf null zurück; mit 4 oder 5 Punkten ist das Risiko viel leichter zu verkraften.
- Zusammengesetzte Wörter zerlegen. Gerade bei deutschen Komposita hilft es, die beiden Hälften getrennt anzusteuern: erst „Garten“, dann die Figur darin.
Typische Streitpunkte sind Hinweise, die zu nah an der Antwort liegen („Hündchen“ für „Hund“), und Antworten in anderer Form: Manchmal zeigt die Karte den Begriff in der Mehrzahl oder in der weiblichen Form, zum Beispiel „Löwin“ statt „Löwe“. Legt vor der Partie fest, ob Ableitungen und ähnliche Formen gelten. Während des Zuges trägt das Paar das Ergebnis ein, und wenn das andere Team protestiert, sprecht ihr nach dem Zug darüber.
Für wen es passt: eingespielte Paare, Familien, Turniere
Am besten läuft es mit sechs Personen: zwei Trios, schnelle Züge und ein echtes Duell. Zu dritt ist es ein gutes kooperatives Training, zu zwölft wird daraus ein kleines Turnier (wie ihr das organisiert, steht unter Spiele für große Gruppen). Es funktioniert gut ab 10 Jahren, und in der Familie macht es Spaß, Opa und Enkelin ins selbe Trio zu stecken, weil beide in ganz unterschiedlichen Wörtern denken: weitere Ideen unter Familienspiele mit Großeltern, Eltern und Kindern.
Es belohnt Paare, die sich gut kennen, ob Verliebte, Geschwister oder langjährige Kollegen, ist aber auch ein schneller Eisbrecher. Seid ihr zu viert, zu fünft oder zu siebt und die Trios gehen nicht auf, weicht auf Verbotenes Wort aus, das Teams jeder Größe ab zwei Personen erlaubt.